• Drucken

 

 

 

 

Archie

 

 

Frizzi

 

 

 

 

Mona

 

Auch ich hatte, wie viele andere, als Kind Hundegefährten zuhause.  Aber ich war noch eine kleine Pupsnase, also spielt das in Sachen Expertenwissen nicht wirklich eine tragende Rolle.  Auch ich wurde –so ca. 3-jährig- von einem Hund gebissen. Was ich aber nie deshalb hatte: Angst vor Hunden

Heute weiß ich warum. Dieser Hund war damals ein Kettenhund auf dem Bauernhof von Verwandten. Damals, das war so vor 49 Jahren. Ich bin auf ihn zu gerannt und dieser Hund tat nichts anderes, als sich gegen die drohende Gefahr zu verteidigen. Vielleicht habe ich das die ganzen Jahre über instinktiv  aber nicht bewusst gewusst. Jedenfalls hat dieses Erlebnis keine Angst in mir geschürt –auch meinen Eltern sei Dank.

Als ich Teenager war, kam eine kleine schwarze Pudelmixdame namens Assi ins Haus. Auch zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich nicht wirklich verantwortlich – ich hatte andere Interessen - und damals wussten wir noch nicht das über Hundeernährung, was wir heute wissen. Die kleine Dame liebte Pralinen, also bekam sie welche, wann immer sie wollte.  Im noch jungen Alter von 7 Jahren starb sie an Nierenversagen.

Erst so ca. 20 Jahre später, ich lebte damals für 1 Jahr in der Südpfalz, kam ich auf meinen ersten eigenen Hund. Basco war ein 1 ½ jähriger Dobermann/Husky-Mix. Er lebte im Tierheim Neustadt/Weinstraße seit er 7 Monate alt war. Angeblich hatte er zuhause die Frau und die Kinder gebissen. Was ich bekam, war ein sehr anhänglicher von Verlustängsten besessener  Hund, der eine wahnsinnige Angst vor großen dunkel gekleideten Männern hatte.Als ich zuhause das erste Mal den Besen in die Hand nahm, war Basco verschwunden. Er hatte eine riesen Angst vor diesem Monster mit Stiel. Offenbar hat er in seinem vorherigen Leben ordentlich was auf`s Fell gekriegt.  Was mir damals im Tierheim verschwiegen wurde war, dass Basco ein Ausreißer war- auch im Tierheim-. Das endete damit, dass er,  ich hatte ihn gerade mal 5 Monate, beim Abendspaziergang in den Weinbergen ausgebüxt war und auf einer Landstraße überfahren wurde. Er wurde 2 Jahre alt.

2 Monate später holte ich Harry, einen 7-8 Monate alten Dobermannrüden, aus dem Tierheim in Rüsselsheim. Harry war ein Fundhund und offensichtlich mit dem Auto ausgesetzt  worden.Harry war ein toller Hund, mit allen und jedem verträglich und ein Spaßvogel.Er war für  im Meer untergegangenes Hundespielzeug  die letzte Rettung.  Viele Hunde und Herrchen hat er so wieder glücklich gemacht.Damals hab ich so unglaublich viele Fehler in Sachen Erziehung gemacht. Aus heutiger Sicht weiß ich das, aber damals war ich so was von überzeugt, dass das alles richtig ist, was ich tue. Heute kann ich mir nur die Haare deshalb raufen. Harry möge mir verzeihen. Auch er hat mich viel zu früh verlassen, er war erst 5 Jahre alt. Er hatte damals ein größeres Stück Gummi verschluckt und starb an den Folgen einer Darm-OP. Doch durch ihn hat sich bei mir im Nachhinein etwas in Gang gesetzt. Denn er hat mich mit vielen Aufgaben zurückgelassen. Zuerst wollte ich überhaupt keinen Hund mehr haben. Erst Basco, dann Harry, das war zu viel für mich.

Ein halbes Jahr später fing ich doch wieder an, im Internet zu stöbern. Ich lebte damals schon in Kiel. Da fand ich sie, Sasha, eine Dobermannmixhündin aus Rumänien auf der Internetseite vom ITV Grenzenlos. Sie war damals ca. 10-12 Monate alt und hatte (hat immer noch, weil nicht operabel) ein kaputtes linkes Vorderbein und hoppelte vergnügt durch die Welt. Sasha ist eine unglaubliche Hündin, sie hat ein sehr zartes Wesen und sie ist so weise und klug. Heute ist sie 10 Jahre alt und begleitet mich immer noch durchs Leben. Sasha ist mein Seelenhund. Jetzt ist sie schwer erkrankt und deshalb habe ich alle weiteren Berlinreisen und damit verbundene Assistenzen abgesagt.

Sasha zeigte mir damals – ich brauchte ungefähr ein halbes Jahr, um es zu begreifen-  dass sie zuhause einsam war und einen Hundekumpel brauchte. Nicht, dass sie sonst einsam gewesen wäre. Wir wohnten Terrassentür an Terrassentür mit anderen Hunden, mit denen sie sich gut verstand und viel getobt hat. Außerdem hatte sie jeden Tag Kontakt zu anderen Hunden, nein, von Einsamkeit aus menschlicher Sicht keine Spur. Aber aus ihrer Sicht schon. So kam dann Klein Frizzi zu uns, damals 4 Monate alt, auch vom ITV Grenzenlos. Und Schwupp. vorbei war`s mit der Melancholie.  Frizzi ist eine Portugiesin und eine ganz schlaue arbeitseifrige Hündin. Heute ist sie 9 Jahre alt.

Im Februar 2013 bat mich die Hundeliebe Grenzenlos um Hilfe. In einer Pflegestelle saß ein kleiner Wuschel namens Benny und verschaffte sich Respekt und alles, was er wollte, durch Knurren, Schnappen, Beißen. Auch mich wollte er beißen, als ich dort war, um mit ihm zu trainieren. Am nächsten Tag rief die Pflegestelle beim Verein an und strich die Segel. Was nun, das war die große Frage. Für 14 Tage wollte ich ihn erstmal nehmen -er ist immer noch bei mir- und wird es auch bleiben. Er hat sich mittlerweile so toll entwickelt, er ist ein prima Typ und eine echte kleine Persönlichkeit. Benny, alias Willy Witzig (weil er oft genau das ist), ist jetzt ca. 4 Jahre alt.

Im Frühjahr 2013 machte ich mich auf die Suche nach einem weiteren Rüden, gern ein wenig größer und die Eigenschaften eines vorderen Leithundes sollte er haben. Ich hatte großes Glück und fand Archie, einen Rottweiler/Schäfi/Husky-Mix, ca. 2 Jahre alt, auf der Seite vom ITV Grenzenlos. Er war noch auf Malta im Tierheim Noah`s Ark (da kommt auch Maja`s Raida her). Ich schickte eine Anfrage und bekam eine so tolle Beschreibung von Archie, dass ich dachte, ja, das ist er. Und in der Tat, Barbara Ertel (www.Rudelstellung.eu), Autorin Der Verständigungsschlüssel zum Hund hat ihn im August beim Treffen des VDU im Dog Institut in Berlin als, allerdings noch sehr unerfahrenen, vorderen Leithund eingeschätzt. Archie ist ein Rohdiamant mit super guten Anlagen und ich habe ihn schon oft beim Training eingesetzt.


Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, Benny in ein neues Zuhause zu geben. Zwischen ihm und Archie gab es im Lauf der Zeit immer mehr Spannungen. Benny knabberte viel an seinen Pfoten und versteckte sich unter der Couch oder lag an abgelegenen Plätzen im Haus. Es hat sich deutlich gezeigt, dass er ein Hund ist, der gut ohne andere Artgenossen und andere Tiere leben kann. Er hat ein ganz tolles Zuhause in Nordhorn gefunden. Dort ist er der einzige Hund und das ist das, was er braucht.

 

Dann kam Mona


Der ITV Grenzenlos bat mich um Hilfe. Mona war Anfang Mai 2015 aus Rumänien nach Deutschland in eine Pflegestelle gekommen. Dort war man mit ihr völlig überfordert, weil sie aus tiefster Verunsicherung und Angst fremden Menschen gegenüber aggressives Verhalten zeigte. Eigentlich war ich dorthin gefahren, um zu sehen, ob ich vor Ort helfen kann, damit Mona dort bleiben kann. Ich habe bei der ersten Begegnung dort gleich die Ursache für ihr Verhalten gesehen. Im Gespräch stellte sich jedoch schnell heraus, dass es keinen Sinn hatte, sie dort zu lassen. So habe ich Archie und Frizzi mit Mona zusammengeführt, um zu sehen, wie die drei miteinander umgehen. Mona war sofort in die Hundewelt eingetaucht und fühlte sich offensichtlich sehr wohl mit den beiden. Auch Archie und Frizzi waren sehr freundlich und respektvoll mit ihr. So sind wir dann zu viert nach Hause gefahren. Ich wollte nur Pflegestelle für Mona sein, doch es entwickelte sich so ganz anders, als ich dachte. Mona und Frizzi mochten sich und sind sich schnell nahe gekommen. Ich habe bei Frizzi positive Veränderungen wahrgenommen und mich sehr darüber gefreut, weil sie nach Sasha`s Tod sehr krank wurde und sich verändert hatte. Jetzt kam sie wieder aus sich heraus :-)) Mona eroberte auch mein Herz und schenkte mir relativ schnell ihr Vertrauen. Sie ist grundsätzlich eine tolle Hündin, die nur leider mit Menschen sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat. Sie ist äußerst mißtrauisch und verunsichert und braucht Schutz in der Menschenwelt. Die Vermutung liegt nahe, dass sie eine zentrale Leithündin ist, sie ist wahrscheinlich die strengste Gouvernante auf 4 Beinen in Tüttendorf und lässt hier so manchen übermütigen Tageshund spüren, dass er sich bitte zu benehmen hat. Sie achtet streng auf Disziplin und Ordnung in der Tagesgruppe und setzt das auch entsprechend durch.

 

2006 habe ich meine erste Hundetagesstätte in Kiel-Friedrichsort gegründet, die HuTa-Kiel. 3 ½ Jahre lang habe ich dort Hunde in einem großen Rudel tagsüber betreut. Aus persönlichen Gründen habe ich die HuTa Anfang 2010 geschlossen und 2 Jahre lang nur noch ein paar kleine Hunde von zuhause aus betreut. Seit ich Ende 2011 nach Tüttendorf gezogen bin, habe ich wieder Hunde in einem größeren Rudel betreut. 

2011 bekam ich von meiner besten Freundin Britta Maja Nowak`s erstes Buch Die mit dem Hund tanzt geschenkt, war restlos begeistert und dachte: das ist es!  Mich faszinierte die Art und Weise, wie Maja mit Hunden kommuniziert und mit ihnen arbeitet. Dann hab ich mir die Sendung DAS angeschaut, in der Maja auf dem roten Sofa Gast war. Ich wollte wissen, wer ist diese Frau und möchte ich von ihr lernen. Als ich sie sah und im Fernsehen erlebte, war mir sofort klar, JA, das will ich auf jeden Fall. So nahm alles seinen Lauf. Ich besuchte mein erstes Trainerseminar im Juni 2012 in Berlin. Im letzten Jahr habe ich im März bei einem Führungsseminar in Wattenbek/Bordesholm assistiert, im April bei einem Führungsseminar in Berlin hospitiert, im August Fortbildung beim ersten Treffen des VDU in Berlin, im September beim Rudelseminar in Berlin hospitiert und im November wieder bei einem Seminar in Wattenbek/Bordesholm assistiert. Das war 2013. In diesem Jahr sind wieder einige Assistenzen in Berlin geplant und ich freue mich schon jetzt wieder sehr darauf, weiter von Maja lernen zu dürfen. Diese Begegnungen haben mich dazu bewogen, mich ganz der wunderbaren Arbeit mit Menschen und Hunden zu widmen.

Ich freue mich auf alle, die sich auf diese Art der Führung und Kommunikation nach dem Ansatz von Maike Maja Nowak einlassen möchten. Herzlich Willkommen!!

 

 

Fortbildungen 2014:

28.-30. März Assistenz Führungsseminar bei Britta Petersen, Bad Münstereifel (www.dichundmichverstehen.de)

3.+4. Mai  Assistenz Kinder- und Jugendseminar bei Maja Nowak, Dog Institut Berlin

23.-25. Mai Assistenz Wochenendseminar bei Maja Nowak, Dog Institut Berlin

6.-8. Juni Assistenz Frauenseminar bei Maja Nowak, Dog Institut Berlin

13.-15. Juni Assistenz Wochenendseminar bei Maja Nowak, Dog Institut Berlin

20.-22. Juni Assistenz Rudelseminar bei Maja Nowak, Dog Institut Berlin

30. Juni - 4. Juli Assistenz Basis Trainerseminar bei Maja Nowak, Dog Institut Berlin

 


Fortbildungen 2015:

30.-31. Mai Hospitanz Seminar Leithunde und ihre Mitarbeiterhunde bei

            Maja Nowak, Dog Institut Berlin

             (Vorderer Leithund mit seinem Kundschafter und der

             Hintere Leithund mit seinem Wächter)

13.-14. Juni Hospitanz Seminar Leithunde und ihre Mitarbeiterhunde bei 

             Maja Nowak, Dog Institut Berlin

            ( Zentraler Leithund mit seinem Kundschafter und seinem Wächter)

20.-24. Juli Hospitanz Basis Trainerseminar bei Maja Nowak, Dog Institut Berlin

10.-11. Oktober, Seminar Leinen los und leben, Dog Institut Berlin