Einzelberatung

Sehr gern vereinbare ich mit Ihnen Einzeltermine, die bei mir in Osdorf oder auch bei Ihnen zuhause stattfinden können. Bei diesen Terminen erzählen Sie mir alles, was Sie an Themen rund um Ihren Hund auf dem Herzen haben und ich schaue mir an, welches Verhalten Ihr Hund zeigt und wie sich im Augenblick Ihre Beziehung zu ihm gestaltet. Ich entscheide dann situativ, wie ich weiter vorgehe und bespreche das mit Ihnen. Es gibt kein vorgefertigtes Schema.

Sie lernen, Ihren Hund besser zu verstehen und gemäß seiner Persönlichkeit und Anlagen zu führen, ihm angemessene  Grenzen zu setzen und die Einhaltung souverän durchzusetzen. Ihr Hund wird sich im Lauf der Zeit immer mehr auf Ihre neue Führungsqualität verlassen und Ihnen noch mehr Vertrauen schenken. Das ist keine Sache, die sofort auf Knopfdruck funktioniert, sondern ein Prozess für Mensch und Hund, der sich immer weiter entwickelt.

Der Ersttermin kann ca. 1 bis 2 Stunden dauern, nach Bedarf auch länger.

 

 

Preise:

1 Stunde ( 60 Min) 49 Euro (inkl. 19 % MwSt)

Anfahrt  0,60 Euro/Km  (inkl. 19 % MwSt)

Den Betrag für das Training entrichten Sie bitte anschließend per Barzahlung

 

Hunde helfen Hunden


Wenn Hunde aus ihrer Mitte gefallen sind durch verschiedenste Ursachen, zeigt sich das im Verhalten gegenüber Artgenossen, Menschen und dem Umfeld. Sie sind unsicher, ängstlich, misstrauisch, ohne Vertrauen, aggressiv, draufgängerisch, akzeptieren keine Grenzen, sind durch den Wind, usw.

Die Ursachen hierfür sind sehr vielschichtig und ich finde erst einmal heraus, welche zu dem Verhalten des Hundes beigetragen haben. Wenn ich das weiß, bringe ich den Hund mit anderen Hunden zusammen, die ihm helfen können, wieder zu sich selbst zu finden. Natürlich schließt das den Menschen nicht aus. Denn die Arbeit parallel mit dem Menschen ist ebenso ein wichtiger Bestandteil, um wieder eine harmonische und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Je nach Ursache zeigt sich schon nach sehr kurzer Zeit eine positive Veränderung, oder aber auch erst nach Wochen und mehreren Terminen. Auch das ist immer ein Prozess und funktioniert nicht auf Knopfdruck. 

 

Erfolgsgeschichten:

LUNA

Eines Tages kam Luna, eine Labradormischlingshündin von 14 Monaten, in meine erste HundeTagesstätte in Kiel-Friedrichsort. Die Halterin hatte sie von einer Tierschutzorganisation übernommen, von der Vorgeschichte war nichts weiter bekannt. Eindeutig zu sehen war, dass Luna große Probleme mit ihren Artgenossen hatte. Sie war zu einer normalen Kontaktaufnahme nicht fähig. Das Einzige, was sie zeigte, war defensives Drohen. Sie war im höchsten Maß unsicher und hatte keinerlei Vertrauen in die anderen Hunde. Die anderen waren natürlich neugierig und wollten die Neue begrüßen und beschnüffeln. Das aber ließ Luna nicht zu. Sie machte einen Buckel, zog die Rute unter den Bauch, fletschte die Zähne, drohte. Daraufhin ließen die anderen von ihr ab. Keiner hat sich weiter um sie gekümmert. Alle ließen sie in Ruhe. Das ging 3 Tage lang so. Als Luna in dieser Zeit gemerkt hatte, dass keiner sie bedroht, taute sie ganz langsam auf. Sie fing an, zaghaft Kontakt zu einzelnen Hunden aufzunehmen und sie zum Spiel aufzufordern. Jedes Mal war die Reaktion des jeweiligen angesprochenen Hundes freundlich und so entwickelten sich ganz langsam Freundschaften. Luna kam immer mehr aus sich heraus, wurde mutiger und traute sich mehr. Ihr Umgang mit den anderen Hunden wurde immer sicherer und selbstbewusster. Nach ca. 3 Monaten war sie so selbstbewusst, dass sie anfing, Ressourcen wie Stöcke ständig im Maul zu tragen und zu präsentieren und sie bewegte sich schnell und sprang ständig auf die Hindernisse oder lag auf ihnen, um am Stock zu kauen. Das war der Moment, wo die anderen Hunde anfingen, sie wieder zu begrenzen. So gelang es durch die anderen Hunde, Luna wieder in ihre Mitte zu bringen. Nach ca. ½ Jahr war Luna eine selbstsichere und freundliche Hündin im Umgang mit Artgenossen.

 

SOE

Soe, eine Parson Russell Hündin und ihre Geschwister wurden bei der Züchterin mit einem weiteren Wurf und einem etwas älteren Welpen aus einem anderen Wurf zusammen "gewürfelt". Dieser etwas ältere Welpe verhielt sich den jüngeren Welpen gegenüber aggressiv und stürzte sich u.a.auch auf Soe. Die lernte dadurch, sich zu behaupten und ihn sich vom Leib zu halten, indem sie zuerst angriff. Als sie in ihr neues Zuhause zog, zeigte sie dieses Verhalten auch allen anderen Hunden gegenüber, denen sie begegnete. Entweder war sie offensiv aggressiv oder zeigte sich in einer defensiven Drohhaltung. Zu normalen sozialen Begegnungen war sie nicht in der Lage. Ich lernte Soe kennen, als sie 2 Jahre alt war. Damals kam sie mit Ihrer Halterin zum ersten Mal zu mir in mein Seminar. Ein ziemlich durchgeknallter und schreiender Hund an der Leine, der kaum zu bändigen war. Anderen Hunden wollte sie gleich ins Gesicht springen. Ein Hund, der unter enormer Anspannung und ebensolchem Stress stand. Die Halterin hat seit dieser Zeit sehr viel an sich und mit Soe gearbeitet und wirklich viel erreicht. Doch um Soe das Vertrauen in Artgenossen wiederzugeben, war es nötig, sie mit anderen Hunden zusammen zu bringen, die ihr zeigten, dass Hunde auch sehr freundlich und sozial miteinander umgehen können. Dazu habe ich sie mit einer Hündin zusammengebracht, die in der Hundewelt eine Entscheidungsträgerin ist. Diese Hündin ist sehr friedfertig und besitzt eine sehr hohe soziale Kompetenz. Nach und nach habe ich auch andere Hunde dazu geholt, die ebenfalls mitgeholfen haben, Soe wieder in ihre Mitte zu bringen. Mittlerweile ist aus Soe eine Hündin geworden, die in der Lage ist, auch mit fremden Hunden friedfertig zu kommunizieren und angemessen Grenzen zu setzen. Die enorme Anspannung, die man auch in ihrem Gesicht sehen konnte, ist verschwunden.

 

MIA:

Mia ist eine Hündin aus dem Tierschutz, die mit Artgenossen schlechte Erfahrungen gemacht hat. Sie ist dadurch unsicher im Umgang mit anderen Hunden geworden. Bei Begegnungen zeigt sie u.a. eine defensive Drohhaltung und schnappt auch schon mal ab. Selbst dann, wenn ein anderer Hund hinter einem Zaun ist. Sie droht ihm, weicht aber keinen Schritt zurück. Mia hat so gelernt,  andere Hunde auf Abstand zu halten. Jetzt ist Mia einmal pro Woche in meiner HuTa, wo ich sie mit ausgesuchten Hunden zusammenbringe, die ihr helfen, wieder Vertrauen aufzubauen. Erste Erfolge zeigen sich bereits und Mia sich von einer ganz anderen Seite, lustig, verspielt, ganz langsam wieder vertrauend und was besonders schön ist, erste Ansätze von angemessenem Verhalten, wenn sie anderen Hunden Grenzen setzt.

 

FRAGGLES:

Fraggles ist ein kleiner Rüde, der von seinem Halter in der Welpenzeit unwissentlich in den falschen Momenten eine positive Bestätigung bekommen hat. Z.B. wenn er von einem anderen Hund eine deutliche Grenze gesetzt bekam und dann bei seinem Halter Schutz suchte. So hat Fraggles im Lauf der Zeit gelernt, dass alle anderen Hunde böse sind und zeigte aus reiner Unsicherheit bei Begegnungen aggressives Verhalten. Selbst wenn andere Hunde anwesend waren, die sich sehr freundlich verhalten haben, kletterte er am Bein seines Halters hoch und zeigte deutliche Anzeichen von großem Stress und dass er Schutz suchte. Fraggles hatte das Vertrauen in Artgenossen verloren. Seit einiger Zeit kommt Fraggles einmal pro Woche in meine HuTa, wo ich ihn mit ausgesuchten Hunden zusammenbringe, die ihm helfen, wieder Vertrauen zu fassen. Fraggles ist in der Hundewelt kein Entscheidungsträger und braucht daher seinen Menschen als Leitwesen. Zusammen mit einem Entscheidungsträger gehe ich mit Fraggles spazieren und bei Begegnungen mit anderen Hunden zeigen sich bereits positive Veränderungen. Der Leithund, der uns begleitet, übernimmt bei Begegnungen zuerst die Begrüßung, danach traut auch Fraggles sich, den fremden Hund zu begrüßen. Für ihn ist es wichtig, dass ein Leitwesen, ob Hund oder Mensch, die Führung übernimmt und er sich darauf verlassen kann, was sein Halter immer mehr umsetzt. Mittlerweile zeigt er keine aggressiven Verhaltensweisen mehr, sondern geht z.B. einfach weg, wenn er keinen Kontakt möchte.